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Liebes Bezirksamt,

wir haben gesungen, wir haben gedichtet, wir haben getanzt. Und wir haben sachlich unsere Wünsche in der Bergedorfer Jugendkonferenz vorgetragen. Fast zwei Rathausstockwerke haben wir mit unseren Wünschen zu besseren Busverbindungen, fairen Eintrittspreisen oder offenen Jugendhäusern sowie sicherem Stadtpark und Bahnhof plakatiert. Zehn Jugendeinrichtungen und zwei Schulen. Erinnerst du dich? Und du hast dich gefreut, dass wir Jugendlichen alles so schön fleißig vorbereitet hatten.

Das war vor fast genau einem Jahr...

Und wir waren geduldig, denn deine Mitarbeiter haben ja immer so viele wichtige Dinge zu tun. Wir haben gewartet, lange gewartet. Aber nun ist unsere Geduld am Ende. Wir sind abermals zu dir gekommen – in den Maiferien haben wir uns auf den Weg ins Rathaus gemacht zusammen mit einer Vertreterin aus dem Pinkhaus. Und was mussten wir erfahren? "Ja, das haben wir schlecht gemacht. Es tut uns leid, liebe Jugendliche, aber das ist wohl in die Hose gegangen. Niemand von meinen Mitarbeitern hat es geschafft eure Forderungen für alle so aufzuschreiben, dass sie auch die erwachsenen Politiker in den Fraktionen verstehen und sie dann an die Verantwortlichen weitergeben können."

Das ist nicht wahr, liebes Bezirksamt. Du schwindelst. Es gibt einen, der hat sich nämlich persönlich um unsere Forderungen gekümmert. Er hat nicht gewartet: Paul Kleszcz von der SPD ist sogar in unsere Schule zu unseren Besprechungen gekommen, um uns zu helfen.

Da staunst du? Denn: "Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es." Das wusste schon Erich Kästner.

PS: Und für uns hat es sich ausgewartet. Wir kommen wieder. Am letzten Montag vor den Sommerferien. Und wir sind viele. Wir sind ganz viele. Und wir bringen alle unsere Freunde mit.

In Vertretung: Anna-Laura Orgaß, Lina Wlodarczak und Kerstin Schröter, Lehrerin der 10h

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