Schuljahr 2010 — 2011
Juni 2011
16
"Andersartigkeit zieht an" – Nowosibirsk im sibirischen Winter:
Unter diesem Motto präsentieren Mathias Burghardt und Pavel Sigrjuk im Eingangszentrum der GSB Fotos und Filme rund um die Austauschprogramme zwischen dem Gymnasium Nr. 6 aus Nowosibirsk und der GS Bergedorf.
Beginnend mit der Reise zur Sonnenfinsternis im Jahr 2008 reiste Mathias Burghardt jedes Jahr unter einem physikalischem Motto nach Nowosibirsk und konnte immer eine kleine Schar nicht nur für die Physik,
sondern vor allem auch für Land und Leute begeistern und ihnen die einmalige Natur und das Land nahe bringen.
Eindrucksvoll dokumentieren die Fotos und Filme heute, dass sprachliche Barrieren keine sind und sich die Kinder und Jugendlichen auch ohne Russischkenntnisse verständigen und anfreunden konnten.
Auf einige wie Felix Knobloch wirkten diese Reisen so nachhaltig, dass er sich nun nach bestandenem Abitur bemüht, ein Jahr in Russland verbringen zu können, weil ihn das Land gefesselt hat.
Auch Pawel, auch Pascha genannt, präsentiert in einem wirklich fantastischen Deutsch an diesem Abend, was für ihn so ein Austausch ausmacht. Der bemerkenswerteste Grund ist aber wohl gerade zu sehen:
Er verbringt zwei Monate bei seinem ehemaligen Austauschpartner, weil sie sich angefreundet haben und ihm gefällt es hier so gut, dass er unbedingt in Hamburg studieren möchte!
Insgesamt also ein schöner Abend, der wieder einmal die Bedeutung internationaler Schulpartnerschaften gezeigt hat und wie wichtig es ist, diese fortzuführen!
10
Belami – die Musik– und Literaturkneipe wird zum Kunstobjekt der Profilklasse 10b "Lebenskunst".
Zunächst wurden Entwürfe gemacht, die in der Bergedorfer Zeitung, im Haus selbst und im Internet präsentiert wurden. Interessierte
Bergedorfer/innen konnten dann im Internet über die Entwürfe abstimmen und wählten einen Favoriten, der zurzeit
von den Mädchen der 10b in die Tat umgesetzt wird.
Das Haus erstrahlt schon jetzt in einer himmelblauen Grundfarbe. Die vielen Wunschschachteln und eine Notenlinie mit
den Noten von "Die Gedanken sind frei" stehen kurz vor der Vollendung. Im Inneren des Hauses wird von Bjarne
eine Ausstellung mit Werken des vergangenen Jahres vorbereitet. Marie hat ein Haus-Maskottchen entworfen ...
Am 22. 6. wird das frisch gestrichene Haus mit einem kleinen Fest und der Kunstausstellung eingeweiht.
Mai 2011
29
Plattdüütsch is nich blos watt för ole Lüüd
De Spraak vun use Urgrotöllern ward nu ok anne Gesamtschool in Bargdörp wedder snackt.
Und Merle Stechhammer ut de Klass 5f hett as Bezirksvizemeisterin an letzten Süündach bi dann Landesentscheid „Jungs un Derns
leest Platt“ in Ohnsorg-Theoter vörleest un sick för Bargdörp oordig in’t Tüch leggt.
Mit een Geschicht vun Gerd Spiekermann „Gesche neiht ut“ hett Merle wiest, datt se würklich een Naturtalent is in dann Ümgang mit de
Plattdüütsch Spraak. Up Letzt hett se nich wunnen, de Konkurrenz ut Finkenwarder wör denn doch to groot- man se hett, wie alle Teilnehmers,
een Book up Platt ut de Hannen vun Beate Kiupel kregen, de ist Schauspeelerin in Ohnsorg Theoter.
Merle is een vun de Plattsnackers ut de GSB, de sick jed eenen Freedach inne söövte Stund mit de Schoolmeestersche Fruu Schmidt in de Bibliothek
drööpt.
Wenn du ock Lust up eene niege Fremspraak kregen hest, un düssen Text gern verstaan wullt, denn kumm eenfach in usen Kring. Wi spelt ok richtig Theoter.
Bald harr ik datt vegeeten: dann ersten Platz bi de Bezirksutscheidung in Mai hett Celina Heuer beleggt- man se künn wegen ehr Footballtraining nich in’t
Ohnsorg-Theoter kommen, un denn is Merle insprungen.
Hartlichen Dank dorför, Merle.
14
Kulturtage!2011 – anstatt vieler Worte ... hier einige Impressionen in Bildern.
... und ein kurzes Video gibt's auch.
April 2011
9
Der Literaturnobelpreisträgers Günter Grass ist Vorbild für Nachwuchs-SchriftstellerInnen der Schreibwerkstatt an der GSB!
Am zweiten Wochenende im April füllten sich Pausenhalle, Bibliothek und Lesegarten der GSB mit Worten, die sich zu großartigen Geschichten entwickelten.
Bevor der Literaturpreisträger und Atomkraftgegner Günter Grass am Freitagabend vor einem überwiegend erwachsenen Publikum zur Unterstützung unserer Bibliothek
aus seinem neuesten Buch „Grimms Wörter“ las und anschließend mit Oberstufenschülerinnen und-Schüler über Literatur diskutierte,
hatten sich vormittags bereits 13 schreibhungrige Jugendliche aus den Klassenstufen 5-8 in der Bibliothek zur Schreibwerkstatt eingefunden.
Gespannt waren die angehenden Schriftsteller auf den diesjährigen Leiter der Schreibwerkstatt- Anatol Egbuna- den jungen Schriftsteller aus Hamburg-Bergedorf,
um mit seiner Hilfe Geschichten zum Thema „Fantasy-Horror“ zu entwickeln.
Mit seiner warmherzigen Art und gut vorbereitet gelang es Anatol in kurzer Zeit, die Fantasie der Schülerinnen und Schüler zu entfesseln
und so konnten bereits alle Teilnehmenden um 13 Uhr mehr als nur die Einleitung ihrer Geschichten vorstellen.
Wie schön, dass es am nächsten Tag, dem Sonnabend, genug Zeit, Ruhe und Sonne gab, um die Geschichten weiter zu spinnen und zu beenden.
Gestärkt durch ein tolles Buffet, zu dem jeder etwas beigesteuert hatte, wurden schließlich am Sonnabend –Nachmittag im sonnigen Lesegarten die Ergebnisse präsentiert.
Acht sehr unterschiedliche Geschichten, die dem Zuhörer teilweise das Blut in den Adern gefrieren ließen, waren entstanden, Horror-Geschichten von Adam und Eva bis Vattenfall.
Der Grad zwischen Fantasy und Reality war meist sehr schmal.
Alle Geschichten sollen zu einem Buch gebunden und in unserer Bibliothek ausgestellt werden.
Anatol Egbuna war hoch begeistert und schenkte allen Nachwuchsliteraten sein letztes Buch „Neger- schwarzer Sohn einer weißen Mutter“, aus dem er einige Passagen vorlas.
Einig waren sich allen Mädchen und Jungen, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine Schreibwerkstatt geben muss, am liebsten aber länger als nur 2 Tage.
8
Gelungene Auftaktveranstaltung zur Spendenaktion "great books" mit Günter Grass, Ulrich Wickert und vielen Gästen in der Gesamtschule Bergedorf.
Die Gäste waren sich einig: Günter Grass zuzuhören, ist ein Genuss! Im nachfolgende Gespräch mit Ulrich Wickert und Schülerinnen und Schülern der Schule,
betonten alle die positive Wirkung des Vorlesens für die Entwicklung der Leselust, die SchülerInnen lobten ihre DeutschlehrerInnen für den anregenden Unterricht
und Günter Grass hob hervor, dass die Gestaltung von literarischen Texten harte Arbeit sei und neben der Leidenschaft auch viele theoretische Kenntnisse erfordere.
Möglich geworden war diese Veranstaltung durch die Kooperation der Stiftungen KUNST.BILDET.WISSEN, Wissen schaffen e.V., der Buchhandlung Felix Jud und unsere Schule.
Zu einer Festveranstaltung ist sie durch die vielfältige Unterstützung vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule geworden.
Dazu zähle ich ausdrücklich auch unsere Schülerinnen und Schüler.
Die Spenden kommen der Schule für die Anschaffung ihrer Wunschbücher zu Gute.
8
Der Literaturnobelpreisträgers Günter Grass ist Vorbild für Nachwuchs-SchriftstellerInnen der Schreibwerkstatt an der GSB!
Am zweiten Wochenende im April füllten sich Pausenhalle, Bibliothek und Lesegarten der GSB mit Worten, die sich zu großartigen Geschichten entwickelten.
Bevor der Literaturpreisträger und Atomkraftgegner Günter Grass am Freitagabend vor einem überwiegend erwachsenen Publikum zur Unterstützung unserer Bibliothek
aus seinem neuesten Buch „Grimms Wörter“ las und anschließend mit Oberstufenschülerinnen und-Schüler über Literatur diskutierte,
hatten sich vormittags bereits 13 schreibhungrige Jugendliche aus den Klassenstufen 5-8 in der Bibliothek zur Schreibwerkstatt eingefunden.
Gespannt waren die angehenden Schriftsteller auf den diesjährigen Leiter der Schreibwerkstatt- Anatol Egbuna- den jungen Schriftsteller aus Hamburg-Bergedorf,
um mit seiner Hilfe Geschichten zum Thema „Fantasy-Horror“ zu entwickeln.
Mit seiner warmherzigen Art und gut vorbereitet gelang es Anatol in kurzer Zeit, die Fantasie der Schülerinnen und Schüler zu entfesseln
und so konnten bereits alle Teilnehmenden um 13 Uhr mehr als nur die Einleitung ihrer Geschichten vorstellen.
Wie schön, dass es am nächsten Tag, dem Sonnabend, genug Zeit, Ruhe und Sonne gab, um die Geschichten weiter zu spinnen und zu beenden.
Gestärkt durch ein tolles Buffet, zu dem jeder etwas beigesteuert hatte, wurden schließlich am Sonnabend –Nachmittag im sonnigen Lesegarten die Ergebnisse präsentiert.
Acht sehr unterschiedliche Geschichten, die dem Zuhörer teilweise das Blut in den Adern gefrieren ließen, waren entstanden, Horror-Geschichten von Adam und Eva bis Vattenfall.
Der Grad zwischen Fantasy und Reality war meist sehr schmal.
Alle Geschichten sollen zu einem Buch gebunden und in unserer Bibliothek ausgestellt werden.
Anatol Egbuna war hoch begeistert und schenkte allen Nachwuchsliteraten sein letztes Buch „Neger- schwarzer Sohn einer weißen Mutter“, aus dem er einige Passagen vorlas.
Einig waren sich allen Mädchen und Jungen, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine Schreibwerkstatt geben muss, am liebsten aber länger als nur 2 Tage.
Februar 2011
19
In jedem Jahr im Februar findet das Deutsch–Chinesische Neujahrsfest statt, welches am letzten Tag des zweiwöchigen chinesischen Frühjahrsfestes mit einem Lampionfest gefeiert wird.
Damit hat in diesem Jahr "das Jahr des Hasen" begonnen.
Das Konfuzius–Institut hatte zu einem Lampionwettbewerb aufgerufen, an dem die Klasse 11d unter der Leitung der Kunstlehrerin Gabriele Menger–Hartwig am 19. Februar teilnahm.
Unsere Klasse gewann den Klassenpreis aller 20 teilnehmenden Schulen, einen 2stündigen Kalligrafiekurs.
Weiterhin wurde Anja Narozny, ebenfalls Schülerin der Klasse, Einzelsiegerin.
Einige SchülerInnen nahmen an diesem großen Ereignis im "Yu Garden Teehaus" teil und unter viel Applaus und Bewunderung ihre Preise in Empfang.
Dezember 2010
1
Die GSB hat ein neues Lesekönigspaar.
Heute findet der schulinterne Vorlesewettbewerb der 6. Klassen mit der Endausscheidung seinen vorläufigen Höhepunkt.
12 Leserinnen und Leser aus unseren sechs 6. Klassen lesen aus ihren Lieblingsbüchern vor einer fachkundigen Jury und einem freundlichen
Publikum um die Wette. Zusammen mit Frau Jürgens (Chefin der Bibliothek) zeichnet Nikolas Rehm (Klasse 10 a) für die Durchführung
der Veranstaltung im Licht durchfluteten Lesesaal der Neuen Bibliothek verantwortlich. Unterstützt von Frau Dunsch und Frau Lösekann
lagen die klasseninternen Entscheidungen in den Händen der zuständigen Deutschfachlehrkräfte.
Neben einem selbst gewählten Text muss jeder Vorleser auch noch beweisen, wie gut sie/er einen unbekannten Text präsentieren kann.
Am Ende gibt es zwei Sieger (mit einem Punkt Unterschied)- und die GSB präsentiert erstmals ein Lesekönigspaar mit Lilian Joost (6f)
und Ben Hansen (6a).
Wie in jedem Jahr gibt es für jeden Teilnehmer der Endrunde zur Belohnung natürlich ein Buch, wieder in reicher Auswahl von Frau Dunsch zusammengestellt.
November 2010
25
"Klimaschutztag" an der Stadtteilschule Bergedorf.
Die Klasse BIM 9/1 nimmt an dem Projekt "SchulBaustelle Klima" des ELBCAMPUS (Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Hamburg) teil.
In diesem Rahmen können die Schüler/Innen vor Ort, nach einem kurzen theoretischen Input, Experimente durchführen und daraus u.a.
Konsequenzen auf energieoptimiertes Bauen ziehen. Das Ausprobieren und Auswerten erleben die Schüler/Innen mit Freude und vielen Überraschungsmomenten.
Insbesondere schließen sie Folgen für das eigene umweltbewusstere Handeln.
Bei "greencapital.tv" (Projekte>"SchulBaustelle Klima") erfahren Sie mehr.
Zwei Schülerinnen berichten ...
Das Projekt "Schulbaustelle Klima" am Elbcampus hat mir sehr gefallen. Man hat
viele Grundkenntnisse zum Klimaschutz gewonnen und kann sich nun besser darüber
Gedanken machen, wie man die Umwelt schützt und Energie spart. Besonders die
verschiedenen Versuche, z.B. das Testen verschiedener Glühlampen oder das
Untersuchen verschiedener Stoffe und wie sie dämmen, hat das Ganze
schülerfreundlich und einfacher gemacht. (Saskia Fragel)
Wir haben mit verschiedenen Materialien u. a. Styropor untersucht, welches am besten dämmt.
Ich fand es sehr interessant und informativ, jedoch war das Zeitmanagement ein Defizit.
Wir hatten keine Zeit für den Austausch der Erfahrungen mit den Experimenten. (Jenny Bohn)
18
"9 x 4 ... ist 36! – oder was?!"
... fragt Leonie Rust aus der Profilklasse 9g
"Kultur OnStage und Management".
... in diesem Fall handelt es sich um eine Veranstaltung namens "9x4".
Der gesamte 9. Jahrgang der GSB - insgesamt 9 Klassen mit einem speziellen Profil – nahm an diesem Event teil.
Der Sinn von "9x4" ist, dass alle Profilklassen sich kennen lernen und ihren jeweiligen Schwerpunkt vorstellen.
Das Format sieht vor, dass jede Vorstellung vier Minuten dauert. Die 9 steht also für die 9 Klassen und
die 4 für vier Minuten. So kam es zu dem Namen. – Unsere Profilklasse 9g "Kultur OnStage und Management" organisierte
und plante auf Wunsch der Schulleitung hin "9x4".
Schon Wochen vor dem eigentlichen Termin, begannen wir über die einzelnen Schritte und den Ablauf nachzudenken.
Zuerst informierten wir die anderen neunten Klassen über "9x4". Sie sollten sich überlegen, was und wie sie sich
präsentieren wollen. Dann sollten sie uns ihre Idee vorstellen.
Am Tag der Veranstaltungen, am 18. November 2010, wurden die letzten Vorbereitungen getroffen.
Wir gestalteten die Bühne im Eingangszentrum und organisierten die festgelegten Sitzplätze der Klassen.
Wir erstellten ein Prinzip, nach dem eine Klasse rechts von der Bühne geht und eine Klasse von links auf die Bühne kommt.
Das sollte zu viel Unruhe und Zusammenstöße vermeiden. Einige Mitschüler der Klasse waren für die Techniken Licht,
Ton und Beamer verantwortlich. Am Rand des Publikums wurden Staffeleien aufgestellt. Auf neun Staffeleien wurden rund ums Publikum die
Bilderrahmen jeder Profilklasse aufgestellt. Sie waren alle sehr beeindruckend gestaltet. Unser Bilderrahmen hatte uns sehr viel Zeit
und Aufwand gekostet. Dennoch hat es sehr viel Spaß gemacht, ihn zu gestalten. Am Ende der Veranstaltung beantworteten einige
Schüler aus jeder Klasse Fragen zu ihrem jeweiligen Bilderrahmen.
Die Moderation wurde von zwei Schülerinnen aus unserer Profilklasse übernommen. Das war eine ganz schöne Herausforderung,
vor so einem Publikum zu stehen. Zwischen den Wechseln der Präsentationen der Profilklassen interviewten sie einige Schüler der jeweiligen Klasse.
Die Vorstellungen der Profilklassen waren einzigartig und mit viel Witz und Spaß gestaltet!
- Sport und Gesellschaft versuchte mit der gesamten Klasse auf drei kleinen Kästen zu stehen – ihr Ziel für die Zukunft ist es, nur auf einem zu stehen!
- Unternehmen Zoo präsentierte seine Projekte und einige Tiere aus dem Schulzoo.
- Forschungswerkstatt stellte Aufsehen erregende Experimente vor.
- Sprachkultur präsentierte verschiedene Gesten und Ausrufe in unterschiedlichen Sprachen.
- Sport und Gesundheit brachte ein "Sporttheater" auf die Bühne.
- BildTextTonFilm führte einen selbst gedrehten Film vor.
- Netzwerk stellte aktuelle Projekte dar und brachte einige von den betreuten Gruppen gleich mit.
- Bistro verteilte selbst gebackene Kekse an die Klassensprecher aller 9. Klassen.
- Kultur OnStage und Management sang und spielte das Stück "Tears in Heaven".
Weil alle gut mit gemacht und uns unterstützt haben, verlief unser erstes selbst geplantes Event reibungslos!
Leonie Rust / 9g "Kultur OnStage und Management"Oktober 2010
28
"NEGER !!!" – so der provozierende Titel des Buches, aus dem Anatol Egbuna heute Abend in der Neuen Bibliothek vorliest.
Hier zwei Impressionen:
Herr Witting:
»Ergreifend, lehrreich und zu tiefst persönlich – so war die Lesung des jungen Autors Anatol Egbuna am Donnerstagabend in unserer Neuen Bibliothek!
Vor 50 Zuschauern, Gäste aus unserem Quartier aber auch von weiter her, las der Autor in der Reihe "Literatur pur der Bergedorf–Bille–Stiftung" aus seiner Autobiografie "Neger!!! Schwarzer Sohn einer weißen Mutter."
In seinem zweiten Buch schildert Egbuna sein von mitmenschlicher Intoleranz, Verachtung und dem Verlangen nach elterlicher Liebe getränktes Leben und muss nach seiner Flucht
aus dem väterlichen Haus in Nigeria erfahren, dass er auch im Land seiner weißen Mutter "auf der anderen Seite" steht, ein Fremder ist.
Offen begegnete er den Fragen der Gäste in der Bibliothek zu seinem Leben: der Sprachlosigkeit und der Anteilnahme entgegnete er standhaft, optimistisch und mit einem Strahlen im Gesicht:
"Sie sehen ja, es ist gut ausgegangen!" Seine Botschaft an unsere Schule und für unsere Schülerinnen und Schüler, bei Enttäuschungen und Kränkungen
mit Mut aus dem Schweigen herauszutreten und darüber zu sprechen, ergänzte er mit dem Angebot, sein Buch und sein Leben auch in unseren Klassen vorzustellen und zu diskutieren. Freuen wir uns darauf!«
Laura Siebeneicher (9.Klasse)
Am Donnerstag den 28. Oktober fand in der öffentlichen Bibliothek der Gesamtschule Bergedorf eine Lesung des Hamburger Autors Anatol Egbuna statt.
Es geht in Anatol Egbunas neuem Buch "NEGER!!! Sohn einer weißen Mutter" , das an seinen Vorgänger "OYBIO!!! Weißer Sohn eines Schwarzen" anschließt, um das Thema Integration. Anatol Egbuna gibt uns offen und ehrlich einen Einblick in sein Leben
als halb "Schwarzer" und halb "Weißer". Verachtet und misshandelt von seinem Vater und seiner Stiefmutter, die ihn Jahre lang "versklavt" haben, flüchtet er 1996 als unterernährter 17-jähriger zu seiner Mutter nach Deutschland.
An dieser Stelle beendet er seine Vorlesung im ersten Buch. Die Zuhörer sind fassungslos, welche Qualen Anatol Egbuna ertragen musste. Und trotzdem ist er, ohne eine liebevolle Kindheit und ohne elterliches Verständnis, ein offener, freundlicher und sympathischer Mensch geblieben,
der den Zuhörern gerne Fragen beantwortet. Auf die Frage, was ihn denn veranlasste diese Bücher zu schreiben, erklärt er den Anwesenden, dass seine Bücher eine Art Mutmacher sind, auf die er in schweren Zeiten zurückgreift, um zu sehen, was er schon alles gemeistert und durchgestanden hat.
Auch half es ihm, seine Vergangenheit zu verarbeiten, die Bücher sind also eine Art Therapie für ihn selbst. Aus Rache beschloss er schließlich, der Welt von den Taten seines Vaters, seiner Mutter und Stiefmutter zu berichten, um sich so an ihnen zu rächen.
Nach der Pause liest er endlich weiter. Er beginnt mit einem Gedicht, in dem es um seine Mutter geht. Denn auch mit ihr hat er kein Glück. Seine Mutter lässt ihn und seine Schwestern im Stich und schiebt seine jüngste Schwester, die noch nicht volljährig ist,
wieder zurück nach Nigeria in die Klauen seines Vaters ab. Seit diesem Ereignis gibt es keine Mutter mehr für ihn, und er verrät sogar, dass seine Mutter ihn wegen seiner Bücher verklagte.
Auch schildert das zweite Buch an einer Stelle, dass er nach Jahren seinen Vater wieder trifft, um ihn zur Rede zu stellen. Egbuna schildert uns, dass er an diese Stelle seiner Vergangenheit zurückgekehrt ist, um mit all seiner Vergangenheit abzuschließen, um all das Negative in Positives umzuwandeln.
Es ist eine traurige, packende Stelle, die alle sehr berührt. Beide Bücher sind mit viel Gefühl und Schmerz verbunden, von einer verstoßenen und mit Narben versetzten Seele geschrieben. Es sind einzigartige Biografien, die von einem anderen Leben, von anderen Menschen erzählen und die einem klar machen, wie gut man es eigentlich selbst hat.
Jedem, der auf dieser Lesung war, wurde unter anderem auch wieder mit auf den Weg gegeben: Man darf niemanden wegen einer anderen Hautfarbe verurteilen oder ungerecht behandeln. Wir sind alle Menschen und haben die gleiche Rechte!
Ich glaube, jeden in diesem Saal hat diese Geschichte nach wahren Begebenheiten tief gerührt. Mir persönlich hat die Lesung sehr gefallen, und ich muss sagen, dass es mich tief beeindruckt hat, wie dieser Mensch damit fertig wird. Und das dachten die anderen Zuhörer wohl auch. Denn als die Lesung zu Ende ist und der Applaus endlich verstummt,
liegt ein Lächeln auf Egbunas Gesicht, und eine Menschenschlange steht vor dem Verkaufstresen der Sachsentor Buchhandlung.
21 "Bauwerke des Jahres" in Hamburg – dazu zählt seit heute auch die Neue Bibliothek. Der Architekten– und Ingenieurverein lobt gleichermaßen die ausgezeichnete Architektur und den sozialen Aspekt der Bibliothek: Sie sei eben nicht eine reine Schulbibliothek, sondern auch zugänglich für die Öffentlichkeit, dazu mit einem Lesegarten.
September 2010
23
Ehrungsfeier für erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler und eine sozial engagierte Klasse –
auch das hat Tradition an der GSB: wer sich an Wettbewerben beteiligt und einen Platz auf dem Treppchen erreicht,
der wird auch im schulischen Rahmen gebührend gewürdigt.
Trotz unserer seit einem Schuljahr mehr als bescheidenen Sportmöglichkeiten (Hallenabriss und Platzsperrung)
können sich die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler zumindest in den Disziplinen Rudern und Leichtathletik mit denen Hamburgs messen.
Eingeladen von der Schulleitung und dem Fachbereich Sport fanden über 100 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 6-13 den Weg
in die geschmückte Pausenhalle, um sich Lob und Medaille abzuholen.
Musikalisch umrahmt wurde die Ehrungsfeier, in der 102! Medaillen verteilt wurden, von der Bläserklasse 7c mit Herrn Steinbeck und von Leon Peters, 7a,
mit zwei Klavierstücken.
Geehrte wurden Schülerinnen und Schüler für die erfolgreiche Teilnahme an den Regionalmeisterschaften im Crosslauf und in der Leichtathletik und
für Erfolge auf Landesebene beim Rudern und in der Leichtathletik.
Hervorzuheben sind unsere Ruderer aus der Oberstufe, die als Hamburger Meister vom Wettkampf auf der Alster zurückkehrten und unsere jüngste
Jungenmannschaft in der Leichtathletik, die ebenfalls Platz 1 belegten.–
Leider dürfen beide Meistercrews nicht zum Finale nach Berlin fahren, die einen sind zu alt, die anderen zu jung.
Neben vielen beeindruckenden Leistungen auf sportlicher Ebene präsentierte die Klasse 7a eine ebenso beeindruckende Bildershow, in der sie über
ihre Patenschaft mit einer Schule im bitterarmen Äthiopien berichtete. Durch Waffelverkauf, Sammelaktionen und einen großen Mittelalterlichen Markt
konnte die Klasse bereits fast 3000,00€ sammeln, wovon die Partnerschule neues Lehrmaterial (z.B. ein Skelett) kaufen konnte.
Die Schülerinnen und Schüler wurden für dieses vorbildliche Engagement mit einer Urkunde und sehr viel Applaus ausgezeichnet.–
Nach dem obligatorischen Siegergruppenfoto von Frau Schindler mit den mehr oder weniger stolz präsentierten Medaillen ging die 18. Ehrungsfeier an der GSB zu Ende.
15
Um 12:00 Uhr begrüßt die Profiklasse "Wunderwelt Körper" den WBA Box–Weltmeister im Mittelgewicht Dimitri Sartison
sowie den deutschen Meister im Boxen und Kickboxen Daniel Ravasio zu einem Workout der besonderen Art.
Im Rahmen des Profilthemas "Bewegungsapparat" arbeitet die Profilklasse von Herrn Rohde gerade zum Thema: Knochen, Muskeln und Gelenke. Da darf eine praktische Einheit,
mit der man den Bewegungsapparat auch ganzheitlich spürt, nicht fehlen. Die Sportprofile von Frau Fischer und Herrn Herrmann haben sich diesem Training gerne angeschlossen und
so mit Hilfe zweier leidenschaftlich agierender Sportler in die Welt des Profiboxens geschaut.
In einer anschließenden Fragerunde wird dem Weltmeister auf den Zahn gefühlt und der Weltmeistergürtel herumgereicht. Den sportlichen Abschluss schafft die Autogrammrunde,
die einen weiteren Erinnerungsanker im Gedächtnis der SchülerInnen hinterlässt.
Am Ende gehen alle mit einem Lächeln aus dem Training und nass geschwitzten Shirts um eine wichtige Erfahrung reicher aus der Sporthalle.
10 Die Sporthalle – kaum ist die alte vollständig entsorgt, da erreicht uns die nächste Hiobsbotschaft. Es berichtet die "Bergedorfer Zeitung".
6
Welch Zufall ! Just an dem Tag, als die Bundeskanzlerin nach Litauen reist, machen sich unsere litauischen Austauschpartner auf den Weg nach Hamburg an die GSB.
Wie in jedem Jahr gibt es ein volles Programm – vom Stadtrundgang (dieses Mal mit dem ehemaligen Kollegen Czikowski) bis zur traditionellen Heidepark–Fahrt mit dem (ebenfalls) ehemaligen
Kollegen Masslak. Am Dienstag (14.) heißt es wieder Abschied nehmen.
2
"Neue Bibliothek" – ein weiteres Kapitel wird aufgeschlagen: der Lesegarten.
Stühle und Tische sind nun angeschafft – dank an die großzügigen Spender ! – , damit bei schönem Wetter
"auch draußen geschmökert" werden kann, so die "Bergedorfer Zeitung".
August 2010
20
Anite Stroh – wer kannte sie ? Heute jedenfalls haben sie mehr als 300 Schülerinnen und Schüler unserer Schule
kennengelernt:
Bei einem Vorabkonzert zum großen Finale des "TONALi10 GRAND PRIX"–Wettbewerbs in der Laeiszhalle/Altona (29. August)
bringt die 15–jährige Geigerin mit ihrem Talent und Können das gleichaltrige Publikum zum Zuhören –
mit klassischer und moderner Musik, die für viele Ohren gewiss fremd ist:
Allein steht sie da, ohne Notenpult, und spielt furios und virtuos
– wie wir erfahren – schwierigste Stücke der modernen Geigenmusik. Im anschließenden Gespräch mit den Schülerinnen
und Schülern stellt sich heraus, dass Anite wohl recht viel Zeit mit ihrer Geige verbringt, aber trotzdem noch die Zeit hat, eine ganz normale 15–Jährige zu sein.
Wie das Konzert bei Oberstufenschülern ankam, ist hier zu lesen.
Nachschlag: Die GSB gewann den Ticket-Contest der teilnehmenden Schulen.>
16 Montag bis Mittwoch: Lehrerpräsenz – der Konferenzalltag hat uns wieder. Was gibt's Neues ? Reichlich neue Kolleginnen und Kollegen. Wir sind Stadtteilschule ("eigentlich" keine Gesamtschule mehr). Konsequenzen der gescheiterten Schulreform für uns ? Eigentlich keine umwerfenden. Na denn ... an die Arbeit.
Juli 2010
30
Ein Jahr nach dem Brand – nun der Abriss: Die Sporthalle ist nicht mehr zu retten. Die Abrissbirne ist herangerollt und macht (fast) alles
platt. Ein einsamer GSB–Mensch sieht das Ganze und zückt den Fotoapparat.