Chronik 2011

Klaus Kordon liest ...

... aus seinem autobiographischen Roman
"Krokodil im Nacken" (2002)

Kordon 1972
Foto von Klaus Kordon 1972 auf einer der Erinnerungstafeln der "Gedenkstätte Hohenschönhausen" in Berlin.
Aktuelleres Foto des
heute 68–Jährigen

 

In seinem Roman "Krokodil im Nacken" (Zeitraum 1943 bis 1973) verarbeitet Klaus Kordon u.a. seine Hafterfahrungen im Stasi-Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen nach einem missglückten Fluchtversuch 1972:

"Es war diese ewige Ruhe und Einsamkeit, die die Zeit so unerträglich langsam verrinnen ließ. Dieses vollkommene Nichts. Kein Baum, kein Strauch, kein Stern, kein Himmel."

Die deutsche Geschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts ist der brisante Stoff, aus dem Klaus Kordons Meisterwerke sind:
In seinem ersten autobiografischen Roman erzählt er die bewegende Lebensgeschichte des Manfred Lenz, der nach einem missglückten Fluchtversuch aus der DDR zunächst ein halbes Jahr im berüchtigten Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen isoliert in Einzelhaft verbringt, bevor er nach einem weiteren halben Jahr in DDR-Gefängnissen 1973 von der Bundesrepublik (zusammen mit seiner ebenfalls seit dem Fluchtversuch inhaftierten Frau) freigekauft wird. Ihre beiden 9- und 6-jährigen Kinder werden danach von der DDR noch ein weiteres Jahr in einem Kinderheim zwangsweise zurückbehalten.

Lenz – das Alter Ego des Autors – erinnert sich an seine Kindheit, seine Jugend und die Verzweiflung, die ihn mit seiner Familie zur Flucht in den Westen zwingt.

Aus einem Klappentext