Leseförderung mit "Pizza und Wikinger–Schach"
Was das miteinander zu tun hat?
Normalerweise gar nichts – aber als an einem Freitagnachmittag im September die Lesekinder an der GSB gemeinsam mit ihren MentorInnen einen Picknick– und Spielnachmittag verbracht haben,
da passte das ganz wunderbar zusammen:
Gegen 11 Uhr trafen sich zwei schwerbepackte Mentorinnen mit einem sehr tatkräftigen Hausmeister vor dem Steinofen im Innenhof.
Zwei Biergartentische wurden aufgestellt, ein paar Klapp–Bänke zusätzlich zu den vorhandenen festen Bänken – und schon ließ sich auch die Sonne blicken und wärmte die Stimmung gut an.
Während der Mann sich um das Anheizen des Ofens kümmerte und auch schon den Grill vorbereitete, schnippelten die beiden Damen Paprika, Zucchini, Pilze, Tomaten, Gurken, deckten die Tische mit dem eleganten Pappgeschirr,
gönnten sich zwischendrin einen Milchkaffee, und alle drei schienen mit dieser klassischen Arbeitsaufteilung zufrieden zu sein.
Ab und an guckten neugierige SchülerInnen aus anderen Klassen um die Ecke: "Gibt’s heute ein Fest?" – "Ist das für uns?"
Und dann, kurz nach 13 Uhr, kamen sie, die Lesekinder aus den Jahrgängen 5, 6 und 7 und auch weitere MentorInnen, so dass sogar zwei tolle Kuchen auftauchten.
Der Pizzateig kann nun belegt werden ...

- Ich mag aber keine Pilze
- Na, dann legst du eben keine drauf
- Und was ist das da? Zucchini? Kenn ich nicht ...
- Oliven mag ich auch nicht
- Dann ist es ja ein Glück, dass gar keine Oliven da sind!
... und ab damit in den Ofen, ach ja, das Fladenbrot auch, und die Maiskolben? Auf den Grill natürlich. Hat jemand Durst? Da drüben stehen die Getränke und warten schon.
Plötzlich: wieso gehen denn diese beiden immer mal wieder mit Pizzastücken weg? Mal nachsehen?
Ach so, sie verpflegen noch 3 Freunde aus ihrer Klasse ...
Sind die nett? Ja, sind sie – dann können sie ja auch ganz offiziell Gäste bei uns sein – wir haben viel zu viel an Essen und einige Lesekinder konnten ja leider nicht kommen, also kein Problem, sie folgen der Einladung gerne!
Irgendwann waren die Bäuche genügend gefüllt, jetzt wurde auf der Biowiese gespielt: Federball, Boule und das Wikinger–Schach (Kubbspiel) waren die Favoriten. Alle waren mit Energie, Geschrei und großem Vergnügen dabei.
Um 16 Uhr galt es dann: Spiele zusammenpacken, im Innenhof aufräumen – großer Dank an den Hausmeister, denn wir brauchten nur ein bisschen zusammenzuräumen und durften ansonsten alles dort lassen, sogar den gut gefüllten Müllsack (wo kommt bloß dieser Abfall immer her?) – und im Nu war auch alles, was mit nach Hause sollte, in den Autos und auf dem Fahrrad verstaut.
Einer der Gäste schlich noch ein bisschen um die "Chefin" herum, fasste sich schließlich ein Herz und – bedankte sich dafür, dass er mitmachen durfte.
Was für ein schöner Nachmittag!