Die GSB – eine Schule in Bewegung
Die letzte Woche vor den Herbstferien war auch in diesem Jahr wieder eine Woche mit ganz besonders viel Bewegung: während die Bauarbeiten an der neuen Sporthalle dank anschaulicher Teamarbeit und ausgefeilter Technik erstaunlich schnell vorankommen, setzten sich 30 Klassen, d.h. ca 700 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6,8,10,11,12, und 13 mit Bahn und Bus in Bewegung, um gemeinsam mit ihren Klassenlehrern neue/andere Welten zu entdecken.
In alle Himmelsrichtungen schwärmten sie aus, die GSBler: nach London, Antwerpen, Amsterdam, Dresden, Prag, nach Greifswald, ins Emsland, an die Müritz, nach Dänemark, Sylt, St. Peter, an die Schlei,
in den Harz ...
Klassenreisen sind auch in Zeiten von Billigflugangeboten nach wie vor ein unverzichtbarer Baustein unserer pädagogischen Arbeit, denn wir Lehrer lernen "unsere" Mädchen und Jungen
in anderen Zusammenhängen kennen, was übrigens meistens auch umgekehrt gilt.
Die Schülerinnen und Schüler müssen gemeinsam neue, z.T. einzig artige Herausforderungen bestehen: in fremden Familien wohnen, mit vielen Gleichaltrigen in einem Zimmer schlafen, gemeinsame Mahlzeiten einnehmen, weder Computer noch Handys benutzen dürfen. Oder sie müssen einfach nur 6 Kilometer zu Fuß gehen oder einen Fluss hinunter paddeln, ohne zu kentern. Dazu kommen oft kulturelle Herausforderungen in Form von Museen und Ausstellungen, die trotz kurzer Nächte bewältigt werden müssen.
Dennoch oder gerade deswegen haben Klassenreisen einen hohen pädagogischen Wert und stecken voller Erinnerungen. Klassenreisen sind das Salz in der Suppe jeder Schulzeit – ohne sie wäre das Leben als Schüler,
aber oft auch als Lehrer öd und leer. Klassenreisenerlebnisse sind immer wieder kehrende Themen bei Klassentreffen –"weißt du noch, Claas und seine Gänse ... "
Klassenreisenziele wecken trotz muffiger Massenquartiere und schlechtem Essen oft schöne Erinnerungen und prägen die Reiselust der Erwachsenen. Wie sonst ist es zu erklären,
dass die Autorin seit ihrer ersten Klassenreise vor 47 Jahren in den Solling, einem Mittelgebirge südlich von Hannover, in jedem Herbst in die Berge verreist, dorthin wo das Laub am buntes und die Wege am kurvigsten sind.
Mein Dank geht an alle Kolleginnen und Kollegen, aber auch an Eltern und Schüler, die das Abenteuer "Klassenreise" alljährlich gemeinsam bestehen.