Dec 17, 2017

KlimaKunst

Klimaschutz ist schon seit Jahren Thema dieses einen Tages an der GSB. Der Zweck des Klimatages ist es, durch unterschiedliche Projekte unserer Umwelt etwas Gutes zu tun oder auf Umweltverschmutzung hinzuweisen.

LogoWir, die 11d, auch bekannt als die "Eye Openers", haben uns etwas ganz Besonderes dazu überlegt. Wir wollten aktiv werden. Da Kunst eines der Hauptfächer unserer Themenklasse ist, haben wir uns bei dem Projekt "KLIMA KUNST SCHULE" beworben. Aber was ist "KLIMA KUNST SCHULE" überhaupt? Es ist ein Programm des Vereins "BildungsCent e. V.", welches eine Verbindung zwischen aktivem Klimaschutz und künstlerischer Arbeit schaffen möchte. Die Teilnahme an dem Projekt bedeutet, dass SchülerInnen mit einem Künstler zusammenarbeiten, der sich als forschend und experimentierend versteht. Aus dem gemeinsamen Anliegen im Bereich Klimaschutz etwas "in Gang" zu bringen, entspringt mit der Begegnung zwischen Schüler und Künstler bestenfalls ein Funke, der Ideen zu ganz eigenen Vorhaben hervorbringt. Unterstützt durch LehrerInnen, die mit den SchülerInnen im Voraus zum Klimaschutz gearbeitet haben, beginnt der Prozess, einen Gedankenblitz zu einer Aktion werden zu lassen. Das Ziel ist es, ein Produkt zu erstellen, welches das Thema Klimaschutz bearbeitet und in die Öffentlichkeit ausstrahlt.

Um so einen Funken zu erzeugen, haben wir uns dafür mit dem Hamburger Künstler Sören Wendt in Verbindung gesetzt. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Trickfilmen, hat Animationsfilme und ein Musikvideo für die Band "Seed" gedreht. Zudem war er Mitarbeiter des Filmstudios Trikk 17. Am Klimatag haben wir also zusammen mit Sören Wendt, Stopmotionfilme gedreht, in denen triste Flächen oder Orte wieder zum Leben erweckt werden. In den Filmen wächst etwas ...

Dazu haben wir uns in Gruppen aufgeteilt, Figuren aus Pappe ausgeschnitten und diese in Szene gesetzt. Dabei hat Sören Wendt uns natürlich unterstützt und die Fotos für die Filme gemacht. Bei jedem Bild sollte jeweils eine kleine Veränderung auftreten, damit, wenn die Bilder zu einem Video zusammengefügt werden, eine flüssige Bewegung zu erkennen ist. Wenn man also zum Beispiel das Wachsen einer Blume darstellen wollte, hat man zunächst die ausgewachsene Blume fotografiert und nach jedem folgenden Schnappschuss mit einer kleineren Blume ausgetauscht. Diese Reihenfolge würde natürlich nicht so bleiben, sondern die Fotos müssten vom letzten bis zum ersten abgespielt werden, damit es so aussieht als würde die Blume wachsen. Diese Art von Trickfilm war leicht umzusetzen und wir konnten schon in wenigen Stunden die für den Film notwendigen Bilder aufnehmen. Für die Szenen hat sich jede Gruppe einen anderen Ort auf dem Schulgelände ausgesucht. Jeder hatte dabei auch unterschiedliche Vorstellungen und somit waren die Filme recht verschieden. Wachsende Pflanzen oder ihre Zerstörung in unterschiedlichen Variationen konnten wir in wenigen Stunden recht einfach mit Pappe darstellen. Die fertigen Filme konnten wir schon nach etwas Bearbeitungszeit sehen. Im Großen und Ganzen können wir sagen, dass sich die Mühe gelohnt hat und wir einiges im Bereich Trickfilm durch die Arbeit mit Sören Wendt lernen konnten. – Hier stellen wir zwei Videoclips vor:

    KlimaKunst (1:40min) (groß auch hier zu finden) und
    Schlachtung (0:13min).

Doch das war nur der Beginn für unsere eigenen praktischen Arbeiten.
Wir haben im Anschluss an den Klimatag, mithilfe der finanziellen Unterstützung von KlimaKunstSchule eigene Projekte erstellt. Diese wurden in den letzten Wochen ausführlich geplant, umgesetzt und dokumentiert. Bei der Umsetzung waren uns keine Grenzen gesetzt. Lediglich das Thema bzw. der Appell "Stopp den Klimawandel" sollte dabei noch eine Rolle spielen. Der erste Schritt des Projekts war das Aufteilen in Gruppen und so haben sich 6 Gruppen, allesamt sehr unterschiedlich und mit verschiedenen Themengebieten.

Die erste Gruppe hat sich mit einem bildhaften Szenario der Zerstörung beschäftigt, welches eine Stadt in der Veränderung durch den Klimawandel und der Anarchie darstellt. Dabei hat sich diese Gruppe nicht nur auf den Prozess von Verwüstung, sondern auch auf ein alternatives Ende dieser Szenerie konzentriert. Umgesetzt wurden die tragischen Ereignisse in einer Bilderreihe von Kreidezeichnungen.

Als weiteres Projekt hat sich die zweite Gruppe einer eher modellartigen Arbeit gewidmet. Aus einem alltäglichen Möbelstück, einer Sitzgelegenheit, machten sie wahre Eye-Catcher, welche durch ihre dargestellten Themen zum "Aufstehen" aufrufen sollen. Die ursprünglich alten Stühle wurden an den Sitzflächen und Rückenlehnen mit allerlei Zeitungs- und Magazinausschnitten beklebt und bemalt.

Nun sind daraus Collagen von Menschen und oder konkrete Forderungen zu erkennen, die den Betrachter zum Nachdenken bewegen sollen.

Ein weiteres Produkt einer anderen Gruppe waren großflächige Photographien. Die drauf abgebildeten Sonnenuntergänge in Hamburg wirkten gleichermaßen romantisch als auch besorgniserregend, denn die starke Röte am Himmel ist ein Zeichen des erhöhten CO2-Gehalts in der Luft. Der zweite Blick spielt bei diesen Arbeiten eine entscheidende Rolle.

Diese und viele weitere Werke haben wir am Sonntag dem 10. Januar 2016 in einer Matinee an der Schule ausgestellt. Das Ergebnis des Projekts war schlussendlich ein voller Erfolg!

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