Berufsorientierung und Praktika
Jahrgang 8
Mit der Berufs- und Lebensorientierung verfolgen wir an der Gesamtschule Bergedorf das Ziel, gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern Perspektiven für deren Zukunftssplanung zu entwickeln.
Alle Jugendlichen verfügen über Kompetenzen für ihre Zukunftsplanung und für die Berufswelt. Sie haben ein persönliches "Schatzkästlein", das es in der Projektwoche im ersten Halbjahr zu entdecken gilt. In Präsentationen stellen die Schüler ihre Lebensperspektiven vor, im Deutschunterricht werden Bewerbungsschreiben entworfen und Lebensläufe geschrieben, in Rollenspielen (Bewerbungsgespräch, Assessment Center) lernen die Jugendlichen die Bewerbungssituation hautnah kennen. Die Berufsorientierungsmappe, die unsere Schüler in den Jahrgängen 8-10 begleitet, wird in der Projektwoche angelegt und die Wahl des ersten Praktikumsplatzes wird vorbereitet.
Ab dem kommenden Schuljahr 2009/10 werden wir im Jahrgang 8 eine Schulkooperation mit der Deutschen Bahn AG starten. Die Deutsche Bahn bietet Bewerbertrainings und Praktika für unsere Schüler an und stellt die Ausbildungsberufe und die dualen Studiengänge innerhalb des Unternehmens vor.
Gleich zu Beginn des zweiten Halbjahres besuchen wir im Februar das Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit. Hier lernen unsere Schülerinnen und Schüler ihren Ansprechpartner der BAA kennen, der sie im Berufswahlprozess fortan mit begleitet. Durch den Besuch der "Mädchenwirtschaft" - einer Berufe-Rallye für Mädchen in der Handwerkskammer Hamburg - erhalten unsere Schülerinnen Einblick in ein breites Spektrum verschiedenster Berufe.
Mitte Februar präsentieren die Tutoren der zukünftigen Profilklassen und Schüler/innen aus Jahrgang 10 die Profilarbeit in den Jahrgängen 9 und 10 für unsere Schüler aus Jahrgang 8. Alle Achtklässler müssen sich darauf hin für drei Profile aus dem Angebot bewerben. Die Bewerbung muss den formalen Anforderungen an eine Bewerbung für einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz genügen.
Manche Schüler/innen wählen unser Profil "Praxis" bereits im siebten Schuljahr an. Diese Jugendlichen sammeln bereits im achten Jahrgang intensive Erfahrungen in der Berufswelt.
Im weiteren Verlauf des Schuljahres bereiten wir das erste Betriebspraktikum vor, das immer in den letzten drei vollen Wochen vor den Sommerferien in Jahrgang 8 stattfindet. Unsere Schüler/innen brauchen jetzt Unterstützung und Beratung von ihren Eltern und von uns bei der Suche des Praktikumsplatzes und beim Verfassen von Bewerbungsschreiben. Die letzten drei Tage des Schuljahres verbringen die Schülerinnen und Schüler wieder in der Schule, in dieser Zeit wird das Praktikum ausgewertet.
Unsere Schüler/innen mit Behinderung binden wir von Anfang an in die Berufsorientierung mit ein. Je nach persönlichen Möglichkeiten nehmen sie in der Projektwoche und im Betriebspraktikum an den regulären schulischen Angeboten teil oder besuchen besondere Angebote, die von außerschulischen Trägern angeboten werden. In jedem Fall erhalten sie dabei Unterstützung von unseren Integrations-Fachlehrern.
Unterstützung erhalten die 8.Klassen nun auch direkt von der Arbeitsagentur Hamburg: Herr Beier (Berufsberater der Arge) führt eine erste berufsorientierende Veranstaltung im Berufsinformationszentrum (BIZ) durch.
Jahrgang 9
Der Beginn des Schuljahres ist geprägt von der Arbeit in den neu zusammengesetzten Profilklassen. Schlüsselqualifikationen wie Selbstorganisation, Verantwortungsbereitschaft und Teamfähigkeit sind Grundpfeiler unserer Arbeit in den Profilen. Unsere Schüler/innen präsentieren und reflektieren ihre Arbeitsergebnisse regelmäßig in der Klassengemeinschaft und übernehmen darüber hinaus Aufgaben, die in der Schulgemeinschaft sichtbar werden (Organisation schulischer Veranstaltungen, Verantwortung übernehmen für jüngere Mitschüler, Gestaltung des schulischen Lebensraumes und Dokumentation des Schullebens in Bild und Ton). Sie erkennen, benennen und dokumentieren ihre Stärken und Schwächen, wodurch die Profile einen grundlegenden Beitrag zur Lebensplanung der Jugendlichen leisten.
Das zweite Betriebspraktikum findet in den drei Unterrichtswochen nach den Weihnachtsferien statt. Im weiteren Verlauf des 9. Schuljahres steht somit genug Zeit zur Verfügung, um das Praktikum auszuwerten und weitere Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
Schülerinnen und Schüler, die unsere Schule nach dem neunten Schuljahr mit dem ersten allgemeinbildenden Schulabschluss verlassen möchten, nehmen an unserem Projekt "LEBE" teil, das sie bei der Suche nach Ausbildungsplätzen unterstützt.
Über das gesamte neunte Schuljahr hinweg ergänzen wir unser schulisches Angebot durch Veranstaltungen außerschulischer Kooperationspartner: Im September nehmen unsere Schüler/innen an der "Handwerk-Jobtour" teil, die von der Handwerkskammer organisiert wird und im letzten Jahr an unserer Schule stattfand. Die Messen "Einstieg" (Landesarbeitsgemeinschaft SchuleWirtschaft; im Februar) und "Chancen" (Bundesagentur für Arbeit; im Mai) bereichern darüber hinaus unser schulisches Angebot zur Berufsorientierung. Dort informieren sich die Jugendlichen über Unternehmen, Hochschulen und weitere Institutionen in Vorträgen und im persönlichen Gespräch mit den Vertretern der Einrichtungen.
Im Jahrgang 9 nehmen wir am Projekt "Werte-volle Schule" teil, das Werte in der Schule festigt und überprüft. Wir stellen erfolgreichen Schülern ein Zertifikat zu den Werten "Verlässlichkeit" und "Verantwortung" aus, mit dem sie sich für Ausbildungsplätze bewerben können. Unsere Kooperationspartner in diesem Projekt sind neben dem Trägerverein Werte erleben e.V. (ehem. Atlantic Forum) die Unternehmen Otto und Kath Gruppe sowie das Bezirksamt Bergedorf.
NEU: Herr Beier, Berufsberater der Arbeitsagentur Hamburg, berät die Schülerinnen und Schüler während eines Sprechtages in der Schule. Die Termine werden auf der Startseite unserer Homepage angekündigt.
Jahrgang 10
Das Fach Arbeitslehre gehört an unserer Gesamtschule zum Pflichtunterricht in den Jahrgängen 9 & 10. Im Jahrgang 10 legt das Fach einen Schwerpunkt auf berufliche Orientierung: die Bereiche Ausbildungsverträge, Interessenvertretung im Betrieb und Jugendarbeitsschutzgesetz sind entscheidende Inhalte im Unterricht.
Schülerinnen und Schüler, die eine intensive Betreuung in der Berufswahl benötigen, nehmen im September an einem fünftägigen Berufsorientierungsseminar des ISH (Institut für Sozial- und Bildungspolitik Hamburg e.V.) teil. Dieses Angebot erweitern wir durch das Berufsorientierungsprojekt der Arbeitsstiftung Hamburg.
Unser schulinterner Infotag zur Oberstufe der Bergedorfer Gesamtschulen und zu weiterführenden Schulen in Hamburg wendet sich an alle Schüler/innen. Er findet immer Anfang März statt und hat zum Ziel, über die verschiedenen schulischen Möglichkeiten nach Abschluss der zehnten Klasse zu informieren. Wir runden dieses Angebot ab mit Informationen zum Freiwilligen sozialen bzw. ökologischen Jahr sowie zu Auslandsaufenthalten. Ein wichtiges Datum: Bis zum 31.03. des jeweiligen Jahres müssen sich die Schülerinnen und Schüler für die weiterführenden Schulen anmelden.
Herr Beier, Berufsberater der Arbeitsagentur Hamburg, berät die Schülerinnen und Schüler während eines Sprechtages in der Schule. Die Termine werden auf der Startseite unserer Homepage angekündigt.
Die nächsten Termine in diesem Jahr sind: Mi, 07.12.; Mi, 14.12.; Mi, 21.12.
Sekundarstufe 2
In der Oberstufe ist die Berufsorientierung seit über zehn Jahren fester Bestandteil des Angebotes. Zuständig dafür ist Herr Sierts. Folgende Bausteine können von den Schülerinnen und Schülern genutzt werden:
In der Mitte des Jahrgangs 11 findet ein Projekttag statt, an dem die Schülerinnen und Schüler eigene Fähigkeiten und persönliche Ziele entdecken und auf dieser Grundlage Berufsperspektiven erarbeiten. Die Übungen an diesem Tag orientieren sich an gängigen Angeboten zu diesen Bereichen, u.a. an so genannten Zielorientierungsseminaren (ZOS), wie sie auch von anderen Schulen angeboten werden.
Am Anfang von Jahrgang 12 haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an den "Uni-Tagen" die Informationsveranstaltungen der einzelnen Departments der Universität und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft (HAW, ehemals Fachhochschule) zu besuchen; in der Regel erhält der Jahrgang 12 dafür eine Befreiung vom Unterricht. Ebenfalls im Jahrgang 12 findet in der Projektzeit im Mai die Berufsorientierungswoche "Abi – und was dann?" statt. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit Ausbildungsleitern, Universitätsprofessoren, aber auch Studenten und Studentinnen oder ehemaligen Schülern und Schülerinnen ins Gespräch zu kommen und sich über Ausbildungs- und Studiengänge, Berufsbilder und Chancen auf dem Arbeitsmarkt und im Berufsleben zu informieren. Außerdem können sie Veranstaltungen zum Zivildienst und zur Bundeswehr, zum freiwilligen sozialen und ökologischen Jahr besuchen und ein Bewerbungstraining (Assessmentcenter oder Bewerbungstesttraining) absolvieren, das Berufsinformationszentrum (BIZ) besuchen oder sich über Studentenbafög, die Berufsakademie der Handwerkskammer oder über mögliche Förderungen einer beruflichen Selbstständigkeit informieren.
Ca. viermal im Jahr laden wir zudem den für die GSB zuständigen Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit an die Schule ein, mit dem die Schülerinnen
und Schüler in persönlichen Gesprächen Berufsperspektiven entwickeln und studien- oder ausbildungsrelevante Fragen besprechen können.
Außerdem organisieren wir Sonderveranstaltungen zu aktuellen Themen oder zur Berufsfindung allgemein. Bisher fanden Veranstaltungen zur Zukunft des
Studiums (mit Vertretern der Universität und der HAW) und zum Bedarf an Ingenieuren in Deutschland (mit Vertretern verschiedener großer Firmen,
u.a. Angermann, Beiersdorf) statt, sowie ein Abend zum Thema: Ehemalige stellen ihre Berufe und Studiengänge vor. Geplant ist eine Veranstaltung zu
"Mädchen in technischen Berufen".
Aktuelle Informationen zu berufsorientierenden Veranstaltungen in ganz Hamburg und z.B. hilfreiche Internetadressen können Oberstufenschülerinnen und
–schüler von unserem Schwarzen Brett im Oberstufenhaus erhalten. Eine kleine Materialsammlung zu Studium und Beruf steht ihnen in ihrem Aufenthaltsraum zur Verfügung.
Materialien von Firmen und den Hochschulen, die in ausreichender Zahl an unsere Schule gelangen, werden über die Tutorinnen und Tutoren an die Schülerinnen und Schüler
verteilt, so u.a. der "Leitfaden zur Berufsfindung" oder (regelmäßig) die Zeitschrift "abi" der Bundesagentur für Arbeit. Für individuelle
Tipps und Hilfen kann man Herrn Sierts natürlich auch jederzeit persönlich ansprechen!
Nützliche Links zur Berufsorientierung finden Sie auch bei Dienste & Daten.